Rückblick Ingostadt 2013

Nach einer turbulenten Busfahrt, bei der der Busfahrer versuchte alle Staus zu umfahren und die kurvenreichsten Strecken auswählte, kamen wir endlich auf dem Jugendzeltplatz des SJR Ingolstadt an. Gemeinsam wurden die Schlafzelte aufgebaut und schnell eingeräumt sowie die Regeln für das gemeinsame Zusammenleben auf dem Zeltplatz bekannt gegeben. Großes Ziel war an diesem Tag war noch schnell in den naheliegenden See zu springen um sich endlich abzukühlen (einer der heißesten Tage).

Am Abend des Anreisetages tauchten unsere altbekannten Freunde aus dem morgendlichen Anspiel Karle, Willibald und Herbert wieder auf die uns schon seit mehreren Jahren begleiten und mit denen wir schon viel erlebt haben.  Thema war dieses Jahr, Nehemia und das mit Gottes Hilfe Dinge möglich sind, die man alleine nicht schaffen würde. Unsere drei Helden aus dem Anspiel hatten, wie Nehemia, Großes vor : in ihrem Heimatort Winterbach war das CVJM-Häusle durch einen Hangabrutsch mit Schlammlawine zerstört worden.  Als Sie gerade dabei waren sich zu überlegen wie Sie helfen können hörten sie von einem“ Handwerkercasting“ und beschlossen die Gewinner dieses Castings für ihren Zweck zu engagieren.

Dieses Handwerkercasting war dann auch Teil unseres Kennenlernabends. Jedes Zelt gehörte einer Zunft an und musste verschiedene Aufgaben bewältigen, es gab : Maler, Stuckateure, Zimmermänner, Maurer, Gas-Wasser-Installateure, Elektriker, Dachdecker und Köche.

Karle, Willibald und Herbert hatten wie auch Nehemia mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Sie erlebten aber auch dass sie, wie sie es früher schon in der Jungschar gehört hatten, auf Gott vertrauen dürfen und er ihnen immer wieder neue Wege aufzeigt.

Zusätzlich zum Anspiel und der biblischen Geschichte die jeden Tag vorgespielt und in den Zeltgruppen gelesen wurde gab es natürlich noch viele andere Programmpunkte.

Am Sonntag stand der Bau einer Hollywoodschaukel, eines Lagerkreuzes und eines Fahnenmastes auf dem Programm außerdem wurde an der Inneneinrichtung der einzelnen Zelte gefeilt in Form von Schuhregalen und Vorzelten. Ebenfalls wurde die Mückenabwehr an den einzelnen Zelten optimiert, da wir mit einer regelrechten Schnakenplage zu kämpfen hatten

Die Nachtwanderung am Sonntagabend musste leider wegen eines aufziehenden Unwetters  ausfallen was uns jedoch glücklicher Weise verschonte.

Montags stand  Basteln auf dem Programm.  Vom Werkzeugkasten für den Handwerker über Hocker, selbst gestaltete Kissen bis hin zu angesagter Deko aus Draht. Am Abend wurde gemütlich im großen Zelt der Film „KletterIda“ geschaut bevor es nach dem allabendlichen Singen am Lagerfeuer und einer Krimigeschichte zum Miträtseln ins Bett ging.

Dienstags stand ganz im Zeichen des fernen Ostens: es begann mit Takeshis-Castle und Spielen rund um den Platz und den See. In Gruppen mussten Stationen bewältigt werden wie z.B.  „ TE-TE“ Teesorten am Geruch erkennen, „WiDU –die Windel und Du“ eine Art Sumoringen, fernöstlicher Hausbau und Tanzen zu den neuesten Charts aus Fernost. Abends ging es mit der Action und dem Nachtgeländespiel direkt weiter wobei es darum ging so viele atomare Brennstäbe wie möglich zu sichern.

Mittwochs brach die gesamte Gruppe schon früh auf um die Innenstadt von Ingolstadt mit einem Stadtspiel unsicher zu machen. In Anlehnung an die morgendliche Andacht bei der Karle, Herbert und Willibald vor neuen Schwierigkeiten standen galt es nochmals alle Fähigkeiten und Kräfte zu sammeln um den Wiederaufbau erfolgreich abschließen zu können. Der Tag klang nach der Rückkehr und dem gemeinsamen Abendessen bei verschiedenen selbstgewählten Aktionen wie verschiedenen Spielen, Basteln und Spaziergängen, an den See oder den nahegelegenen Wildpark, aus.

Am Donnerstag erfuhren wir das Karle, Herbert und Willibald es wie Nehemia, mit Gottes Hilfe geschafft hatten, das CVJM-Häusle wieder aufzubauen.  Beim Programm konnte man es sich an diesem Tag aussuchen ob man nochmals Action im Wald wollte um sich vollends auszupowern oder  ob man, nach den anstrengenden Bau-Tagen zuvor, auf dem Platz  entspannen wollte um Lipgloss selbst herzustellen, sich gegenseitig Tatoos zu malen oder Baden zu gehen. Am Abend gestalteten und feierten wir zusammen einen Zeltlagergottesdienst denn Karle, Willibald und Herbert wollten ihr neugebautes Haus gebührend einweihen.

Freitags musste schon langsam an den Abbau und das Zusammenpacken gedacht werden  jedoch nicht ohne nochmals am See gewesen zu sein und ein rauschendes Abschlussfest  gefeiert zu haben. Dieses stand nochmals ganz im Zeichen des Hausbaus. Nachdem dann endlich alle für die letzte Nacht im Zelt zur Ruhe gefunden hatten wurde diese bald schon wieder gestört durch einige Amateurüberfäller die es auf unsere Fahne abgesehen hatten. Einige der Teilnehmer wurden wieder wach und halfen tatkräftig mit, die Überfäller welche extra aus Winterbach angereist waren festzuhalten und zu bestrafen.  Schließlich waren alle soweit gefangen und man konnte sich doch noch für eine kurze Nachtruhe hinlegen. Am Samstagmorgen wurde zügig gefrühstückt und das Zeltdorf abgebaut und verstaut. Ziemlich pünktlich gegen 11 Uhr fuhr dann der Bus zurück in die Heimat. Gegen 15 Uhr kamen dann alle wieder glücklich und müde in Winterbach an.

Zu sagen bliebe noch, dass es eine überaus gelungene und schöne Freizeit war mit tollem Wetter, toller Stimmung  und insgesamt zwei fehlgeschlagenen Überfällen.

Wir durften eine Woche lang eine tolle Gemeinschaft, Zusammenhalt, die Launen des Wetters und der Natur und die Bewahrung durch Gottes Hand erleben und freuen uns schon auf das nächste Jahr!

Danke allen die uns mit ihren Gebeten oder ihrer tatkräftigen Hilfe rund um diese gelungene Woche unterstützt haben!